Thomas Leleu

„Dieses absolute Tuba-Genie, anerkannt unter seinen Kollegen, kann bereits auf eine beeindruckende Karriere verweisen. Unter seinen Händen enthüllt die Tuba ihren Reichtum, ihre klangliche Finesse und Komplexität, eine unendlich erscheinende Spannweite, wo sie mit neuem Atem und neuer Jugend erfüllt wird. Thomas Leleu ist ein wirklicher Förderer seines Instruments, der mit erstaunlicher Musika­lität und Virtuosität das traditionelle Image der Tuba gründlich aufpoliert.“ (La Nouvelle République)

Mit nur 31 Jahren wird Thomas Leleu als „das neue Tuba-Wunder aus Frankreich“ (La Lettre du Musicien) und „World Star of the Tuba“ (Europe 1) bezeichnet. Der unkonventionelle Künstler steht dort, wo die Grenzen zwischen den Genres verwischen: zwischen klassischem Solisten und passio-niertem Weltmusiker, der aber gleichzeitig auch von zeitgenössischer Musik und Pop fasziniert ist.

Geboren 1987 in Lille, wurde er bereits mit 17 Jahren am Pariser Konservatorium angenom­men, wo er auf Platz 1 der Zulassungsliste für die Tuba-Klasse von Gérard Buquet und Bernard Neuranter stand. Drei Jahre später erhielt er seinen Abschluss mit der Auszeichnung „sehr gut“ und wurde mit dem ersten Tuba-Preis des Konservatoriums geehrt. 2006 absolvierte er einen Auslandsaufenthalt an der Hochschule für Musik in Detmold, wo er bei Hans Nickel studierte.

Nachdem er Preise bei verschiedenen prestigeträchtigen Wettbewerben in Markneukirchen (Deutschland), Jeju (Südkorea) und Luxemburg gewann, wurde er mit 19 Jahren Solotubist des Philharmonischen Orchesters der Oper von Marseille. 2012 erhielt der die renommierte Auszeich-nung „Révélation soliste instrumental de l’année“ bei den jährlichen Victoires de la Musique Classique. 2017 war er zu Gast in der Fernsehsendung „Stars von morgen“ (ARTE) mit Rolando Villazón. Zahl-reiche Fernsehauftritte machten ihn besonders in Frankreich einem breiten Publikum bekannt.

Konzerte führten ihn seither weltweit in bedeutende Konzerthallen und zu renommierten Festivals, darunter das Konzerthaus Berlin, die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, das Brucknerhaus Linz, der Kissinger Sommer, das Montpellier Festival, das Mito September Festival Italien, die Hong Kong City Hall, die Tokyo City Opera sowie das Seoul Art Center. Tourneen führten ihn darüber hinaus in die USA, nach Belgien, Ägypten, Marokko, Venezuela, Argentinien, Kosovo und Brasilien. Er arbeitete dabei mit international renommierten Dirigenten wie Kurt Masur, Krysztof Penderecki, Tugan Sokhiev, Sir Colin Davis, M. W. Chung und James Conlon. Zahlreiche Komponisten widmeten ihm Werke für Tuba, darunter Richard Galliano, Vladimir Cosma, Claude Bolling, J.-Ph. Vanbeslaere, André Waignein.

2015 erschien sein Debütalbum „In the Mood for Tuba“ (SONY), 2017 folgte „Impressions for Tuba“ mit Kompositionen von André Waignein. Seine letzte Veröffentlichung „Stories …“ erschien 2019 beim Label ARS und erhielt gleich drei Nominierungen für den Opus Klassik.

Neben seiner solistischen Tätigkeit, gründete Thomas Leleu verschiedene Kammermusikensembles. Darunter das Thomas Leleu Sextett (Tuba und Streichquintett), tubaVScello (mit Vashti Hunter) sowie das Thomas Leleu Trio (Tuba, Klavier und Vibraphon). 2017 brachte er in Koproduktion mit der Opéra de Marseille die Show „The Tuba’s Trip“ zur Uraufführung. Regie führte dabei Claude Tissier (Cirque du Soleil). Häufig spielt Leleu auch mit seinem Bruder dem Trompeter Romain Leleu (Victoire de la Musique Classique 2009) und dem Akkordeonisten Félicien Brut zusammen.

Regelmäßige Meisterkurse weltweit runden sein Schaffen ab. Seit 2011 ist er „Melton Meinl/Weston Artist“ und entwickelte zusammen mit der deutschen Traditionsfirma ein eigenes Instrument mit Namen: 2250TL French Touch.

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